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      Einweihungsfeier GDW Drehmaschinen

      Swissmechanic Aargau investiert massiv in Ausbildung

      Rekordsumme für elf neue Drehmaschinen im Berufsschul- und Weiterbildungszenter Lenzburg

      Die Sektion Aargau des Arbeitgeber- und Berufsverbandes Swissmechanic macht sich zu ihrem 50. Geburtstag ein besonderes Geschenk: Sie investiert kräftig in ihren Aus- und Weiterbildungsstandort Lenzburg. Für 750‘000 Franken wurden elf neue Drehmaschinen erworben. Im Kurszenter Lenzburg wurden bisher mehr als 5000 junge Fachkräfte ausgebildet.

      Hugo Bühler, Präsident der Swissmechanic-Sektion Aargau, bezeichnete die Feier zur offiziellen Einweihung der elf neuen Drehmaschinen Marke GDW als Höhepunkt rund um das 50-Jahr-Jubiläum. Er sei sehr stolz, dass die Sektion Aargau die zukünftigen Berufsleute mit einer wegweisenden Investition in Höhe von 750‘000 Franken mit modernsten Maschinen ausbilden könne. Swissmechanic Aargau investiere in eine zukunftssichere Ausbildung auf hohem Niveau. Zugleich setze sie ein starkes Zeichen für den Berufsschulstandort Lenzburg, wo Swissmechanic seit 1981 domiziliert ist. Die Industrie im traditionellen Industriekanton Aargau werde einmal mehr gestärkt.

      Schweizer Berufsnachwuchs auf dem Podest
      Bühler erinnerte an der Einweihungsfeier im Kurszenter daran, dass Schweizer Berufsleute europaweit führend sind. Ende August gewannen 41 junge Fachkräfte an den WorldSkills im russischen Kazan 16 Medaillen, davon 5 Goldmedaillen. Die Schweizer Delegation erreichte unter 1600 Teilnehmern aus 63 Nationen Rang drei hinter China und Korea. Bühler kündigte an, im nächsten Frühling werde im Kurszenter Lenzburg der erste GDW-Cup 2020 durchgeführt. Swissmechanic verspricht sich davon einen Imagegewinn und neue Mitglieder. Neben der Erweiterung der Mitgliederbasis nennt Bühler zwei vorrangige Ziele: Junge für mechanisch-technische Berufe zu begeistern und deren Eltern vom hohen Stellenwert einer Berufsbildung zu überzeugen, die interessante Verdienstmöglichkeiten biete.

      Hochstehende Ausbildung als Trumpf
      Swissmechanic Aargau hat die elf Drehbänke über den Schweizer Exklusivlieferanten Walter Auer AG beschafft. Für solche Anlagen gibt es in der Schweiz keinen Hersteller mehr. Zum Zug kam die Drehmaschinen-Manufaktur GDW im fränkischen Höchstadt an der Aisch, nördlich von Nürnberg. Hans Ort, Geschäftsführer und Eigentümer der GDW, betonte im Rahmen der Einweihungsfeier, eine hochstehende Ausbildung bleibe für Betriebe in Westeuropa der Schlüssel, um im weltweiten Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben. Für ihn seien die Schweizer Branchenvertreter stets ein Vorbild bezüglich Qualität und Präzision gewesen.
      Martin Haus von der Walter Auer AG zeigte sich „auch als Zurzibieter stolz, ein Ausbildungszentrum mit einem solchen Standard im Aargau zu haben“.
      Tobias Widmer, Rektor der Berufsschule Lenzburg, hob in seiner Grussbotschaft die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den Ausbildungsbetrieben, Swissmechanic Aargau und der Berufsschule Lenzburg hervor. Anders wäre es nicht möglich, ein vergleichbares Kompetenzzentrum für den Maschinenbau erfolgreich zu betreiben.

      Unterstützung in „Bundesbern“
      Hansjörg Knecht, Müllereiunternehmer aus Leibstadt, Nationalrat und Ständeratskandidat, räumte in seinem Keynote-Referat ein, er bewege sich nicht tagtäglich auf dem Terrain der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie. Seine Müllerei verarbeitet 20‘000 Tonnen Getreide pro Jahr und produziert über 300 Sorten Mehl. Aber Themen wie Digitalisierung und Industrie 4.0 sind auch Knecht nicht fremd. Er schätze es, die Hightech-Anlagen „ganz einfach mit meinem Smartphone steuern zu können“. Ein grosses politisches Anliegen in „Bundesbern“ bleibe es, die Regulierung auf das nötige Minimum zu beschränken und die KMU „von bürokratischen Fesseln zu befreien“. Knecht gratulierte Swissmechanic Aargau dazu, dass die Sektion mit dem eigenen Kurszenter stark praxisbezogen arbeite und dass sie mit der Erneuerung des Maschinenparks mit der Zeit gehe.

      Seit 1981 in Lenzburg
      Swissmechanic Aargau ist eine von 14 selbständigen, regionalen Sektionen des nationalen Dachverbandes. Ihr gehören 100 Mitgliedsfirmen an, davon 89 Aktivmitglieder. Die Sektion wurde 1969 als Organisation für Aargauer und Solothurner Betriebe gegründet. Ende der 1970er-Jahre wurden Einführungskurse obligatorisch. Die Ausbildung erfolgte bis 1980 dezentral in grösseren Unternehmen. 1981 starteten die ersten Kurse in Lenzburg. Die eigene Kurswerkstatt an der Berufsschule Lenzburg wurde 1982 in Betrieb genommen – mit 16 Lernenden. 1983 trennten sich der Aargauer und der Solothurner Teil.

      Das Kurszenter wurde in Etappen modernisiert, ein erstes Mal 1990. Seit 2007 verfügt das Kurszenter über die ISO-Zertifizierung. Der Neuwert der Maschinen beträgt aktuell 4 Millionen Franken. Im Ausbildungszenter arbeiten sechs Instruktoren, vier von ihnen auf Vollzeitbasis. Seit dem Start wurden in Lenzburg über 5000 Lernende ausgebildet. Aktuell sind es 330 Lernende. Insgesamt werden neun Berufe angeboten. Neben der Berufs- und Weiterbildung bietet der Verband seinen Mitgliedern eine breite Palette von Dienstleistungen an.

      In der Schweiz rund 70‘000 Beschäftigte
      Swissmechanic ist der führende Arbeitgeber-, Fach- und Berufsverband der KMU der MEM-Branche (Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie). Swissmechanic vertritt rund 1200 Mitglieder mit mehr als 70‘000 Beschäftigten, davon 6000 Auszubildende. Ein zentrales Engagement ist die Aus- und Weiterbildung in den 14 Kurszentren. Der Jahresumsatz der Mitgliedsfirmen beträgt rund 15 Milliarden Franken. Von der Produktion werden 85 Prozent direkt oder indirekt exportiert. Der Dachverband Swissmechanic wurde 1939 gegründet und hat seinen Sitz in Weinfelden TG.

      Für weitere Auskünfte:
      Oliver Graber, Swissmechanic Aargau
      Tel. +41 62 891 85 55
      E-Mail: o.graber@ag.swissmechanic.ch

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